Arx Fatalis

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Arx Fatalis - Return to the Underground

[arxfatalis] Arx Fatalis ist ein Rollenspiel der französischen Softwareschmiede Arkane Studios. Es versteht sich selbst als eine Art "Ultima Underworld 3". Diesen Begriff an sich kann es natürlich nicht annehmen, da Arkane dazu keine Rechte haben, aber die Entwickler selbst waren offenbar von der "Ultima Underworld"-Reihe derart angetan, dass sie zumindest das Gefühl dieser Reihe, nämlich das Versetzen der Spielwelt unter die Erde, in eine verwinkelte Welt, fortführen wollen.

In der Welt von Arx Fatalis leben neben Menschen auch Goblins, Trolle und allerlei andere exotische Gestalten. Nicht jeder kann den anderen leiden, und es kommt immer wieder zu Streitigkeiten.

Diese Streitigkeiten müssen die Bewohner der Welt aber schleunigst beenden, als Gelehrte herausfinden, dass sich die Sonne der Welt verdunkelt!

[arxfatalis] So raufen sich die Bewohner zusammen, und verlagern ihre Wohnstätten unter die Erde. Die Provinz, die hier in der Geschichte betrachtet wird, verlagert ihre Zuflucht in eine alte Zwergenmine, bestehend aus 8 Ebenen.

Bald ist die Sonne erloschen, und die Oberfläche des Planeten versinkt in dunkler Kälte. Nur die Gruppe der "Reisenden" versucht, die Verbindung zwischen den einzelnen Volksgruppen, die sich in anderen Provinzen ähnlich verhalten haben, aufrecht zu erhalten.

So leben die Bewohner vor sich hin, und natürlich brechen auch die alten Feindseligkeiten wieder aus.
Doch dies ist nicht die schlimmste Bedrohung ....

[arxfatalis] Der Spieler erwacht in einem Kerker der Goblins. Er kann sich an nichts mehr erinnern. In der Nachbarzelle befindet sich ein weiterer Gefangener, der ihm einen Tipp gibt, wie er aus diesem Loch ausbrechen kann.
Hiermit beginnt das Abenteuer, im Laufe derer sich der Held durch die acht Ebenen von Arx Fatalis kämpfen wird. Dabei erfährt er auch seine wahre Herkunft und seine wahre Bestimmung. Die soll hier nicht verraten werden, aber es hat etwas damit zu tun, die Welt vor dem Chaos zu bewahren (halt eine richtige Heldenaufgabe ;-)), nämlich der Auferstehung des bösen Gottes Akbaa.

Gespielt wird aus der Sicht der Spielfigur ("first person view"). Vor dem Start kann der Spieler die Attribute seiner Spielfigur festlegen. Neben Basisattributen wie Stärke und Geisteskraft gibt es verschiedene Fähigkeiten wie Magie und Nahkampf. Bei einem Levelaufstieg können eine Menge von Punkten auf diese Attribute verteilt werden. Der Spieler kann somit eine Kampfmaschine verzeugen, einen Magier, aber auch einen "Kampfmagier", der auch im Umgang mit dem Schwert geübt ist. Allerdings lebt man möglicherweise nicht mit jeder Kombination gut. Ggf. hilft ein Blick in die o.g. Foren.

Neben solchen greifbaren Fähigkeiten gibt es in Arx Fatalis aber auch eine Menge Magie. Neben verzauberten Gegenständen oder Waffen kann der Spieler durchaus selbst Hand anlegen. Das Magiesystem besteht hier aus einer Menge von Runen, die der Spieler aber erst einmal finden muss. Die Runen können zu Zaubersprüchen kombiniert werden (Beispiel: Aus den Runen "Aam" (Erschaffen) und "Yok" (Feuer) kann ein Zauber gewirkt werden, der brennbare Materialien anzündet). Der Spieler muss die Runnen allerdings mit der Maus auf dem Bildschirm nachzeichnen, was im Eifer des Gefechts schonmal kräftig danebengeht. Aber es können drei Zaubersprüche vorgefertigt werden. Es sind übrigens längst nicht alle Sprüche im Handbuch abgedruckt: Dem Spieler bleibt überlassen, selbst ein wenig zu experimentieren!

[arxfatalis] Die Grafik von Arx Fatalis ist natürlich geprägt dadurch, dass das Ganze unter der Erde spielt. Dafür sind die Wege schön verwinkelt, das Ganze hat oft einen "abgewetzten" Anschein (halt nicht "fabrikfrisch", sondern "stark gebraucht"). Die Texturen sind fein ausgearbeitet. Jede Ebene hat dabei ihre eigene Ausprägung: Menschen bauen Häuser, Goblins haben wuchtige Festungsanlagen. Und weiter unten gibt es noch einige Überraschungen.
Die NPC ("non player characters") bewegen sich schön animiert. An Teichen springen Frösche umher, und bei den Menschen laufen Hühner und Schweine herum. Die Story ist sehr gradlinig, will aber entdeckt werden: Die Rätsel sind teilweise ein wenig knackig, und der Spieler fällt nicht automatisch über den nächsten Punkt der Story, sondern muss schon selbst forschen und entdecken. Nebenquests gibt es leider recht wenig. Insgesamt könnte das Spiel ein wenig länger sein, entschädigt aber durch die gute Grafik (die aber auch Forderungen an die Hardware stellt!), durch die spannende Story und durch die recht "intelligent" agierenden Gegner, die sich nicht so einfach als Kanonenfutter missbrauchen lassen. Gespräche verlaufen ohne Eingriffsmöglichkeiten (keine verschiedenen Gesprächsoptionen), die Sprachausgabe ist aber sehr gut. Insgesamt ist das Spiel sehr gut übersetzt.

Das Spiel ist in der deutschen Version ein wenig "entschärft" (allerdings nicht so, dass es wirklich ein Problem wäre!). Wer dennoch etwas mehr Blut sehen will, kann unter www.blood-is-red.de die notwendigen Massnahmen einsehen.
Das Spiel hat noch einige kleine Macken. Bisher erschienene Patches können unter der o.g. Adresse bezogen werden.

Arx Fatalis ist ein feines Rollenspiel mit guter Grafik, spannender Story und viel Atmosphäre. Nachteilig ist der etwas begrenzte Umfang des Spieles, der prinzipiell gradlinige Ablauf und die leider spärlichen Nebenquests. Auch eine Beschriftungsmöglichkeit der ein wenig unübersichtlichen Karte wäre nett gewesen. Unter dem Strich ist Arx Fatalis aber dennoch sehr empfehlenswert - sofern man solche Spiele mag.


©2017 Holger Thiele
Bilder © Arkane Studios & JoWooD
generiert aus "arxfatalis.template" vom 10 06 2003
Valid HTML 4.01!