Serious Sam 2

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Serious Sam 2

[SeriousSam2] Serious Sam 2 ist, wie jetzt nicht weiter verwunderlich, der Nachfolger von Serious Sam. Über den Vorgänger selbst kann ich mangels Erfahrung nichts sagen, aber im Prinzip soll sich nicht viel geändert haben - zumindest vom Spielprinzip. Und das lautet (grob gesagt): Solange schießen, bis sich kein Gegner mehr bewegt. Und es gibt reichlich Gegner!

Serious Sam 2 (SS2) ist ein Ballerspiel. Gut, daß wissen wir jetzt. Hört sich ja nicht gerade nach etwas Aufregendem an, insbesondere wenn es nur darum geht, Gegner umzumähen.
Ummähen, das trifft es vermutlich gut, denn in SS2 gibt es unglaubliche Mengen von Gegnern. Und, das soll hier klar erwähnt werden, SS2 nimmt sich nicht nur nicht ernst, sondern es ist fast schon eine Parodie auf Ballerspiele!

Ok, nochmal von vorne: Das Universum ist in Gefahr, und drei kautzige Außerirdische bescließen, das Sam genau der Held ist, der den Oberbösewicht "Mental" dorthin zurückschicken kann, wo er herausgekrochen ist,
Sam ist groß, ein Muskelpaket und - na ja, sagen wir mal, geistig so rege wie eine Weinbergschnecke. Aber er liebt dicke Wummen, und auch, es mal so richtig krachen zu lassen!

Sam erfährt, das Mentan nur mit Hilfe eines Medallions geschwächt und damit besiegt werden kann. Das Ding ist leider durch den Bösewicht in fünf Teile zerteilt und auf fünf Welten versteckt worden. Also liegt der Fahrplan fest: Die drei Außerirdischen beamen Sam der Reihe nach auf fünf Welten (das der Transport selten so richtig glatt und bequem verläuft, sollte klar sein), damit er die Teile des Medallions besorgen kann. Dann geht es auf die sechste Welt, und nach deren "Durchquerung" den Endboss Mental zu besiegen.

[SeriousSam2] Soviel zur Geschichte, die natürlich eher Nebensache ist. Sam muß sich also durch 6 Welten schnetzeln und dabei ungeheure Monsterwellen überstehen. Die Gegner haben keine wirkliche KI, sondern verhalten sich nur immer entsprechend ihrem Typ, aber es gibt wirklich unglaubliche Mengen. Teilweise sind schonmal 20-30 Monster gleichzeitig unterwegs, und ein Kampf mit 100-200 Gegnern ist keine Seltenheit. Aber wegen der Dummheit der Gegner ist das zu schaffen, und erstaunlicherweise macht es (solange man SS2 nicht zu lange am Stück spielt) auch mal Spaß, so richtig "die Sau rauszulassen"!

Die Level sind durchaus abwechslungsreich (z.B. eine Lavawelt, Dschungel, moderne Flottenbasis, Plattformen in Baumkronen, ein chinesisch angehauchtes Dorf), alles in einem recht bunten Stil gehalten. Die Grafik selbst sieht gut aus (auf entsprechenden Rechnern auch mit tollen Licht- bzw. Glanzeffekten), aber man darf keine Wunder erwarten. Dafür kann man es auch auf schwächeren Rechnern gut spielen. Die Gegner selbst sind meist ziemlich komische Geschöpfe: Aufziehnashörner, Kamikazee-Clowns, Ninjazombies, fliegende Zauberer, Riesenroboter, Hexen in Hexenkesseln, um nur ein paar der obskuren Gegner aufzulisten. Teilweise sind die Gegner wirklich mächtig groß, da muß man schonmal die Panzerfaust auspacken. Zum Glück findet Sam immer wieder Munition sowie Lebens- und Rüstungs-Powerups.

Je nach Welt befinden sich dort auch freundliche Ureinwohner. Wenn man diese vor dem Überrennen durch die Feinde beschützt, geben sie einem hier und da ein wenig Munition oder andere Sachen. Ab und an helfen einem diese Genossen auch im Kampf. Die Musik ist durchaus nett und stimmungsvoll. Im Kampf verändert sie ihren Rhythmus (d.h. die ruhige Variante hört man vergleichsweise selten ;-))

Zwischen verschiedenen Levelabschnitten gibt es immer wieder "Cutscenes". Diese triefen geradezu vor Sarkasmus und Ironie. Die Sprache ist komplett in Englisch, aber mit deutschen Untertiteln. Diese bringen derweilen den Wortwitz nicht so ganz gut rüber. Das Spiel setzt selbst Speicherpunkte, wo man nach dem Tod wieder einsteigen kann - sofern man noch Extraleben übrig hat. Ansonsten muß man zu Beginn eines Kapitels wieder neu anfangen.

Fazit: SS2 ist ein sich selbst nicht ernst nehmendes Ballerspiel, welches man mal für eine oder zwei Stunden spielen kann. Es macht (sofern einem dies überhaupt liegt) Spaß, die netten Levels zu durchstreifen und Horden von absurden Gegnern umzuhauen. Ein schnelles Vergnügen eben, untermalt von trockenen, ironischen Kommentaren und Zwischensequenzen. Aber nach einer gewissen Zeit muß man einfach eine Pause machen, dafür kann man dann ja am nächsten Tag oder wann auch immer weiterspielen.


©2016 Holger Thiele
Bilder © Take 2 und Croteam
generiert aus "sersam2.template" vom 28 05 2006
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