Black & White

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Impressum
[blackandwhite] Black & White ist das Erstlingswerk des Softwarehauses Lionhead. Unter der Führung von Peter Molyneux ist dabei ein Spiel entstanden, welches die "Spielergemeinschaft" in Begeisterte und Enttäuschte trennt.

In Black & White nimmt der Spieler die Rolle eines Gottes ein (tja, wie damals bei Populous ;-)). Als erste "Amtshandlung" rettet der Spieler (im Intro) ein ertrinkendes Kind in der Fantasiewelt "Eden". Die Dorfbewohner sind begeistert, und so errichtet man dem Spieler einen Tempel.

Und dann ist der Spieler mitten im Spiel.

Der Spieler spielt also einen Gott in einem Land, in welchem es (noch) kein Gut und kein Böse ("Black" und "White") gibt. Der Spieler kann nun in diesem Land handeln und agieren. Es bleibt ihm dabei selbst überlassen, ob er gut oder böse ist - er ist ja schliesslich ein Gott. Er kann die Bewohner durch wohlwollende Unterstützung an sich binden, oder durch eine eiserne Faust. Hautpsache ist, auf die eine oder andere Weise glauben sie an ihn.

[blackandwhite] Der Spieler bekommt eine göttliche Kratur (ein grosses Tier) als Gehilfe an seine Seite gestellt (nun ja, der Spieler muss zunächst einige Aufgaben erfüllen, um diese zu bekommen). Diese Kreatur entscheidet selbständig, aber man kann durch Belohnen und Bestrafen ihr Verhalten beeinflussen. Zudem kann man ihr viele Dinge beibringen (das klappt allerdings auch nicht immer so, wie man es gerne hätte), einschliesslich der Zauber, die man selbst beherrscht (s.u.).

Der Spieler kann mit der Umgebung direkt agieren, z.B. Sachen oder Menschen aufnehmen und wieder absetzen (oder auch werfen - letzteres kann Menschen ggf. nicht gerade gut bekommen). Sobald er eine Kultstätte an seinem Tempel besitzt und dort Leute beten, kommt er in den Besitz von Zaubern, z.B. Regenzauber, Heilzauber, aber auch Feuerbälle und Schutzzauber. Die Zauber können eingesetzt werden, um den Menschen zu helfen (beispielsweise Holz für den Bau von Hütten, Kinderkrippen und ähnlichem). Mit Feuerbällen kann man feindliche Kreaturen bekämpfen, feindliche Stämme dem Erdboden niedermachen (wie gesagt, im Prinzip ist alles erlaubt, Gut und Böse ist relativ) oder die eigenen Leute beeindrucken. Die Zauber kann man auch seiner Kreatur beibringen.

[blackandwhite] Kreaturen gibt es verschiedene in Black & White. Jede hat eigene Charakteristiken: Je klüger eine Kreatur ist, desto schwächer ist sie zu Beginnn normalerweise. Im Prinzip halten die Fähigkeiten sich die Waage, es kommt also drauf an, was der Spieler möchte: Einen netten Helfer, einen Kämpfer, oder was auch immer.

Neben dem Aufziehen der Kreatur, welches eine der wesentlichen Puntke des Spieles ist, gibt es aber auch Aufgaben zu lösen. Neben einer Hauptaufgabe, die sich durch das Spiel zieht, gibt es viele kleine Rätsel und Aufgaben zu lösen, welche bei der Erfüllung dem Spieler Dinge zukommen lassen. Mal müssen dabei klingende Steine in eine bestimmte Reihenfolge gebracht werden, mal muss ein Unhold gefasst werden, der die Kinder des Dorfes entführt hat. Die Hauptaufgabe, die sich durch alle (fünf) Welten zieht, ist jedoch, den üblen Gott "Nemesis" zu vernichten. Der Lösung dieser Hauptaufgabe kommt man in verschiedenen Schritten näher, deren Auslösung man selbst beeinflussen kann. Man muss also nicht durch die Welten stürmen, man darf sich zwischendurch auch (praktisch) beliebig lange der Aufzucht seiner Kreatur oder seiner Dörfer widmen. [blackandwhite] Die Grafik des Spieles ist sehr nett. Die Dorfbewohner sind vielleicht etwas klobig geraten, wuseln aber drollig umher. Die Kreatur ist schön animiert, und es ist manchmal einfach nett, zuzuschauen, wie sie durch die Gegend tappst und mal vielleicht mit einem Ball spielt. Oder auch mal einen Dorfbewohner verspeisst - dann kann man entscheiden, ob man die Kreatur dafür belohnt oder bestraft. Man kann der Kreatur so einiges beibringen, manchmal treten dabei aber auch unbegreifliche Effekte auf. Insgesamt hat die KI des Programmes aber wohl nicht das Niveau der "Creatures"-Reihe.

Die Taten des Spielers werden vom Programm bewertet. Dies wirkt sich auf die Gesinnung des Spielers aus. Dadurch verändert sich das Aussehen des Tempels. "Gute" Spieler haben halt einen "nett" aussehenden Tempel, "böse" Spieler haben eine dornenbesetzte Festung. Auch das Aussehen der Kreatur kann sich durch ihr Verhalten verändern.

Während des Wartens auf Black & White ist ein derartiger "Hype" entstanden, dass dieses Spiel eine Offenbarung sein müsste. Natürlich ist dies nicht zugetroffen. Es ist ein nettes Spiel, aber es ist nicht das perfekte Spiel, und es kann schon gar nicht jedem gefallen. Es ist eine Mischung aus Aufbau und Strategie, mit einem dicken Schlag "Tamagotchi" (die Kreatur :-)). wem das nicht gefällt, der darf halt nicht enttäuscht sein.

Ein weiterer, trauriger Punkt sind die vorhandenen Fehler des Programmes. Nun, kleinere Fehler können immer mal vorkommen, aber in Black & White exsitieren einige sehr dicke Bugs. Neben sehr unschönem Verhalten im Spiel kann es z.B. zu Abstürzen beim Speichern kommen, was das Spiel dann praktisch wertlos macht.
Inzwischen gibt es unter www.bwgame.com/downloads.shtml den offiziellen Patch, der die (meisten) Fehler behebt (bzw. beheben soll).
In diesem Zusammenhang haben sowohl Lionhead als auch EA in der Öffentlichkeitsarbeit bzgl. dieser Probleme keineswegs Lorbeeren eingeheimst: Verspätete Reaktionen auf Fehlermeldungen (oder gar keine) oder immer wieder angekündigte, dann aber verschobene Patchfreigaben haben die Käufer des Spieles verärgert. Zudem enthält das Programm noch nicht alle im Vorfeld angekündigten Fähigkeiten. Diese sind zwar nicht lebenswichtig, im Umfeld der Fehlerproblematiken fällt das dann aber besonders auf.

Prinzipiell ist Black & White aber dennoch ein nettes (gutes) Spiel - sofern man diese Mischung mag.


©2016 Holger Thiele
Bilder © lionsource.com
generiert aus "bw.template" vom 08 10 2001
Valid HTML 4.01!